Die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale der WABIO®-Technologie und -Technik:
- Es ist das bisher weltweit einzige industriell erprobte Verfahren für die effiziente biotechnologische (energetische und stoffliche) Verwertung von Einsatzstoffen mit hohen Konzentrationen von Lignocellulose und Proteinen;
- In WABIO-Fermentern werden die eingesetzten Startkulturen dauerhaft reproduziert und benötigen deshalb keine Einsatzstoffe mit mitgeführten Keimen;
- Die biotechnologische Behandlung erfolgt in WABIO-Fermentern absolut sauerstofffrei. Deshalb können auch extrem saure Einsatzstoffe oder Hydrolysate mit pH-Werten von < 4 eingesetzt werden(pH<4);

- WABIO-Fermenter werden bevorzugt aus unkonservierten einfachen Baustählen gefertigt und können problemlos mit Temperaturen von > 55 °C betrieben werden;
- Die erforderlichen Heizflächen für die Gewährleistung der gewählten Medientemperatur im Fermenter sind im statisch höchstbelasteten Bereich der Fermenter-Außenwand integriert und fungieren gleichzeitig als materialsparende statische Elemente für die Aufnahme von Ringzugspannungen;
- WABIO-Fermenter benötigen keine mechanischen Mischeinrichtungen und sind deshalb in der Größe nicht begrenzt. Fermenter mit Behältervolumina zwischen 450 und 8.000 m3 sind über einen Zeitraum von bisher über 22 Jahren störungsfrei dauererprobt;
- WABIO-Fermenter sind mit Einrichtungen für die simultane Sink- und Schwimmschlamm-Entfrachtung ausgestattet und können deshalb auch für Medien mit hohen Gehalten an leichten und schweren Störstoffen dauerhaft eingesetzt werden;
- WABIO-Fermenter besitzen wegen der kompakten Bauform (Durchmesser = Höhe) die kleinstmögliche Mantelfläche und damit die geringstmöglichen spezifischen Isolations- und Verkleidungsanforderungen;
- WABIO-Fermenter und damit auch Anlagen für die biotechnologische Behandlung von biogenen Einsatzstoffen unter Einsatz von WABIO-Fermentern haben den kleinstmöglichen spezifischen Flächenbedarf;

- Durch die dem Fermentationsprozess vorgeschaltete aerobe Hydrolyse wird eine wirksame Aufspaltung von lignocellulosischen Bestandteilen der eingesetzten Biosuspensionen sowie die intensive Bildung von kurzkettigen Fettsäuren bereits vor dem anaeroben Fermentationsprozess erreicht;
- Mit der Zuführung der in den WABO-Fermentern gebildeten Biogase mit einem Eigendruck von mehr als 40 mbar (ohne technische Verdichtungseinrichtungen) zur Rohgasleitung kann auf einfachste Weise der Rohrleitungswiderstand, der Druckverlust in der externen Gasentschwefelungsstation und der Arbeitsdruck des Gasspeichers überwunden werden;
- Die Anordnung der Gasentschwefelungsstation vor dem Gasspeicher ermöglicht den Einsatz von kostengünstigsten Doppelmembrangasspeichern, weil die Emission von diffundierenden Merkaptanen (geruchsintensivste Schwefelverbindungen) durch die Gasmembran aus Kunststoff ausgeschlossen werden kann;
- • Die bei der Gasentschwefelung anfallende schweflige Biosäure wird vor deren Einbindung als Schwefelkomponenten in die erzeugten organischen NPKS-Düngemittel sowohl für die effiziente Ausschleusung von Hemmstoffen (NH4, H2S) in der Hemmstoffentfrachtungsstation als auch für die Versäuerung der Biosuspension in der Hydrolysestation genutzt;

- Im Falle der erforderlichen Aufbereitung überschüssiger Biofiltrate bis auf eine einleitbare Abwasserqualität stellen die anfallenden Flotatschlämme sowie die überschüssigen Bioschlämme aus einer UASB-Fermentation und aus einem nachgeschalteten aeroben Nitrifikations-/Denitrifikationsprozess eine willkommene zusätzliche biogene Einsatzkomponente für die Biomethangewinnung dar.


